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                              "Sommerwinter" ist jetzt auch als e-book erhältlich!

                                               ISBN-13: 9783751911504

Textauszug/Leseprobe:

Nackte Tatsachen 

 

   Überall nackt zu baden oder gar nackt herumzulaufen, muss Grenzen haben, das ist doch klar. Damit kein Sodom und Gomorrha entsteht! Das gilt natürlich auch für Lanzarote. Schließlich gibt es hier ja einen Ort, der so etwas möglich macht. Zumindest das Nacktbaden und das Nacktherumlaufen. Einen Ort, den alle Freikörperkulturfreunde kennen. Nur Heinz kennt ihn noch nicht. 

 

Der Ort heißt Charco del Palo und liegt in der Nähe des Kaktusmuseums. 

 

   Die Sonne strahlt vom tiefblauen Himmel, leichte Wolken ziehen vorbei und bieten zwischendurch auch einmal kurze Schattenphasen. Gerade biegt Rolli mit seinem Kombi mitten im Örtchen Mala rechts ab und rollt Richtung Küste, da sagt Fedelinde plötzlich aus heiterem Himmel zu ihrem Erwin:

    „Hase, weißt du noch, wie schön es damals war, als wir hier mal ein paar Jahre lang gewohnt haben? Und wie du mir gezeigt hast, wie schön Barfuß-bis-zum-Hals-baden sein kann?“ 

   „Fedelinde!“ 

 

Maria gluckst vor sich hin, die anderen grinsen und entwickeln erste Kopfkinobilder. Rolli guckt auf die Straße, als habe er nichts gehört.

 

   „Ob wohl das Haus der Bergmanns noch steht?“ 

   Erwin: „Du meinst Ingrid Bergmann und ihr Roberto aus Stuttgart? Der, mit den langen Haaren, der dir damals immer mit selbst gemachtem Olivenöl den Rücken eingerieben hat?“ 

   „Ja, genau der, den meine ich. Und dabei hat er immer Jimi Hendrix Musik gehört und meistens auch noch einen Joint kreisen lassen“. 

   „Na, das hört sich doch jetzt schon mal wieder sehr gut an“, denkt sich Heinz und zieht schon mal sein Hemd aus, weil die Sonne aufs Autodach brennt und ihm bereits jetzt schon viel zu heiß ist. 

   

   Am Ortseingang von Charco del Palo steht rechts ein großes Schild mit dem Hinweis: Achtung! Hier beginnt ein FKK-Gebiet! Betreten auf eigene Gefahr. 

   Fedelinde: „Das Schild ist Vorschrift, wegen der Kinder. Heute wird ja fast alles von irgendwem geregelt. Von der Gemeinde, der Inselverwaltung, der Kanarenverwaltung, der Spanienregierung selbst und natürlich auch von der EU.“ 

   Erwin: „Ja, das stimmt. Inzwischen sind auch alle viel verklemmter, als wir früher. Alles kann, nichts muss! Diese Zeiten sind wohl vorbei.“ 

Fedelinde ruft von hinten: 

   „Rolli, links bleiben und gerade durch! Die letzte Straße rechts rein und dann ganz bis zum Ende durchfahren!“ 

 

   Es ist nicht viel los in der kleinen Siedlung mit den schönen weißen Häusern.

   Sie fahren an einer niedlichen Kneipe vorbei, deren Inhaber, dem Schild nach, wohl ein Deutscher zu sein scheint. Auch ein kleiner Einkaufsladen ist zu sehen. Die meisten Häuser machen den Eindruck, als seien sie unbewohnt. Nackte sind zunächst gar nicht zu sehen.

 

   Gerade steigt vor einem Haus eine große Familie aus ihrem neuen Geländewagen aus. Natürlich bekleidet. Sie scheinen wohl gerade vom Einkaufen aus Arrecife zurückzukommen. 

 

   Kurz danach, an der nächsten Ecke, wird es dann aber doch nackt: auf dem Bürgersteig. Dort läuft ein schlanker, älterer Mann. Sein einziges Bekleidungsstück ist ein zusammengelegtes, blaues Ikea-Handtuch über seinem Arm. Neben ihm geht eine ältere Frau, die genau so angezogen ist wie er. Nur ohne blaues Ikea-Handtuch.

 

   Fedelinde ruft nach vorn „Die gehen bestimmt zum Naturpool, um dort zu baden, Erwin!“ 

   „Genau! So wie wir früher!“  

Schlagartig werden wieder Erinnerungen bei ihnen wach. 

   Kurz darauf gibt es bei Erwin und Fedelinde kein Halten mehr. Erste Kleidungsstücke verschwinden wortlos in ihrer Tasche. Kurz bevor Rolli den Parkplatz direkt am Meer erreicht hat, sind alle schon oben ohne. Außer Rolli, der musste ja noch fahren. 

   „Erwin, kannst Du bitte mal meinen Büstenhalter mit in Deine Tasche stecken? Danke!“ 

   Heinz denkt gerade noch: „Wirklich prima, heute. Ein besonders schöner Tag!“ Da ruft Fedelinde auch schon ganz erwartungsvoll: 

   „Alles aussteigen, Leute, das Paradies ist schon ganz nah`!“ 

   „Was nehmen wir mit?“, fragt Heinz sicherheitshalber noch. 

   „Natürlich nur die Handtücher“, ruft Fedelinde „und die Kühltasche mit Ron-Mill.“  

 

   Vom Parkplatz aus geht eine kleine Treppe hinunter zum Sandstrand und zum dort angeschlossenen Naturschwimmbecken. 

   Maria und e-Rolli müssen einen kleinen Umweg über den schmalen Promenadenweg fahren.

 

   Im Moment ist nicht viel los und auch das Schwimmbad ist fast menschenleer. 

 

   „Das beachtliche Naturschwimmbad haben damals die ersten FKK-Siedler bestimmt selbst angelegt“, denkt sich Heinz und ist ganz begeistert davon: „Da war bestimmt ein Physiker mit am Werk!“

 

   Der große Pool liegt nämlich direkt am Meer und wird nur durch eine kleine, angelegte Mauer vom Wasser getrennt. 

   Rechts und links davon liegen große, breite Naturdeiche aus großen, natürlichen Lavasteinen. 

   Bei Hochwasser drückt das Wasser gegen die kleine Absperrmauer.

 

In Kopfhöhe befinden sich aber einige große Löcher, sodass das Meerwasser nicht nur in den Pool hinein, sondern auch wieder herausfließen kann, wenn der Wasserstand im Pool zu hoch geworden ist. Zum Beispiel immer dann, wenn die See stürmt und die Wellen auch noch oben drüber schwappen. 

 

Ein ständiger Wasseraustausch ist gewährleistet und einen fast immer gleich hohen Wasserstand im Becken gibt es auch. 

 

   Heinz, der Techniker, denkt: „Da haben sie sich aber mal was ganz Raffiniertes ausgedacht!“ 

 

   Und dann dauert es auch nicht mehr lange und Dieter, Heinz und die beiden Ehepaare Fedelinde und Erwin und Maria und Rolf sitzen alle nackt im warmen Sand. 

   Gerade wird ihr häufig wiederkehrendes Zeremoniell, dreimal laut „Ron-Mill!“ gerufen und der natürlich anschließend auch gleich getrunken, da tönt es plötzlich unüberhörbar von oben, vom Weg her: 

   „Fedelinde! Erwin! Seid Ihr das wirklich?“

 

Ja, sie sind es wirklich! Und er, er ist es auch wirklich: Roberto Bergmann! 

   Er, der nach dem Umzug von Fedelinde und Erwin von Charco del Palo nach Castrop-Rauxel längst schon als verschollen galt, weil der Kontakt zu ihm damals ganz einfach abgerissen war. 

 

   Roberto ist inzwischen zum Badesee hinunter gegangen und hat alle per Handschlag begrüßt. 

 

   „Ja, isses denn? Wie lange haben wir uns denn nicht mehr gesehen?“

   „Gefühlte fünfzig Jahre? Aber, Roberto, du wirst es nicht glauben, wir haben vorhin noch über dich gesprochen!“ 

Fedelindes Augen glänzen. 

Erwin ist auch hellauf begeistert.

 

   „Bin letzte Woche siebzig geworden“, sagt Roberto stolz und dreht dabei seinen nackten Körper einmal komplett herum. 

   „Kann sich doch noch sehen lassen, der Roberto, gell?“ 

Alle nicken zustimmend und die Männer denken „Lieber Gott, was habe ich bloß falsch gemacht?“

   Dem sportlichen Heinz hingegen fällt in diesem Moment dazu passend nur das neue Buch von Jürgen von der Lippe ein, Titel: „Nudel im Wind“.

 

   „Wisst Ihr was?“, sagt Roberto, sichtlich erregt, „ich lade euch auf einen kleinen Umtrunk ein, sozusagen nachträglich zu meinem Geburtstag. Sagen wir mal, so in einer Stunde? Oben, in unserem Haus? Bis dahin können wir schnell noch eine Kleinigkeit vorbereiten“, und schwupp ist er auch schon wieder verschwunden. 

   „Gute Idee!“ sagt Erwin und schüttet noch eine Runde Ron-Mill nach. 

 

   Am Haus der Bergmanns hat sich inzwischen tatsächlich nicht viel verändert. Außer, dass Ingrid Bergmann inzwischen ohne ihren Bergmann lebt und zwar in Malmö. 

   „Sie hat das ständige Nacktsein einfach nicht vertragen“ sagt Roberto, um die Situation zu retten. 

Aber ich habe schon lange eine neue Lebensabschnittsgefährtin, aus Thailand, ein Multitalent. Die kann mich nicht nur sehr gut massieren, sondern auch sehr gut bekochen.“ 

 

   Sekunden später steht sie auch schon im offenen Terrassentüreingang mit den bunten Plastikstreifen, die wohl seit damals noch nie gewechselt worden sind: Mio, ungefähr 30, Toppfigur, Biologin, aus der Nähe von Manila. Eine wirklich umwerfende Schönheit. 

   Heinz hat es zuerst umgeworfen. Die anderen natürlich auch, die lassen es sich aber nicht anmerken.

 

   Mio trägt nur eine kleine bunte Kochschürze, hinten offen, die sie aber trotzdem sofort ablegt, weil ja alle ganz ohne Textilien dastehen.

Nach kurzer Vorstellung bimmelt eine große Kuhglocke am Garteneingang.

 

    „Ah, da sind ja auch noch Thee und Ziu, die beiden Drillingsschwestern von Mio. Sie wohnen beide gegenüber und machen hier ein Praktikum. Bitte setzt Euch alle hin, wir wünschen euch einen guten Appetit!“, ruft Roberto, der eigentlich Robert heißt, sich damals aber gleich in Roberto umbenannt hatte, weil sich viele Deutsche in der Siedlung plötzlich ausländische Vornamen zugelegt hatten. 

   Aus Albert wurde Alberto, aus Ronald wurde Ronaldo und aus Burkhard wurde Burkhardo und so weiter. 

 

   Nach dem Essen werden noch eine paar Uraltplatten aus Robertos Sammlung aufgelegt und es wird auch getanzt. 

   Der erste Joint machte die Runde und die hübschen Drillinge stecken nach und nach allen Anwesenden rote Blumenblüten aus Robertos Garten in die Haare. Außer Dieter, der hat ja keine mehr. Der bekommt eine Blume hinters Ohr bzw. hinters Hörgerät. 

 

   Roberto steigt auf Musikkassetten um und startet kurz danach auch schon die erste Polonaise. Zuerst ein Stück über die Promenade, dann Richtung Hauptstraße, anschließend runter zum Strand und danach das Ganze dann wieder von vorn. 

   E-Rolli und Maria leisten heute Abend Schwerstarbeit.

 

   „Solch eine gute Stimmung gab es hier schon lange nicht mehr in der Siedlung!“ ruft Roberto laut und begeistert und brüllt gleich wieder den Musiktext mit „…von Blankenese bis hinter Wuppertal, am Kamener Kreuz rechts ab!!!“. 

   Seine Lieblingsnachbarn Susanne und Carlo warten bereits vor ihrem Haus und werden natürlich im Vorbeigehen auch gleich mit eingehakt. 

 

   Längst schon hat die Guardia Civil aus Sicherheitsgründen die einzige Zufahrtsstraße ins Gelände abgesperrt und beobachtet das Geschehen lieber aus sicherer Entfernung. Per Fernglas und natürlich in Uniform. Die Polonaise-Marschierer winken vergnügt hinüber. 

 

   Der Polonaiserhythmus ist gut, schafft Freiräume und die oberen Geschlechtsunterscheidungsmerkmale der Frauen und die der Männer, wippen bei jedem Schritt gefährlich auf und ab, beziehungsweise hin und her. Besonders als Erwins Lieblingslied kommt: Die Glocken von Rom. 

 

Ein Polizist denkt „Donnerwetter, los Alemanes!“ und wirft ihnen prompt ein Kusshändchen zu. 

 

   Einige Zeit später, bereits zu vorgerückter Stunde, als alle noch auf ein Pfeifchen am Strand zusammensitzen, muss Heinz die Frage, die ihn schon den ganzen Abend beschäftigt hat, endlich loswerden: 

 

   „Darf man hier bei Euch eigentlich überall und nach Lust und Laune rumsexen? Ist das irgendwie geregelt?“ 

Fedelinde und und Erwin schauen sich kurz an und glucksen. 

   „Klar“, sagt Roberto, „Sex ist hier nur in geschlossenen Räumen erlaubt und die Gardinen müssen dabei zu sein. Ist Vorschrift!“ 

   Nach kurzer Pause sagt Heinz: 

   „Na, dann weiß ich jetzt auch, warum hier so viele Häuser geschlossen sind und die Gardinen immer zu sind: damit man nicht reingucken kann!“

Alle prusten los und die letzten Worte des Satzes gehen schon im Gelächter unter. 

   Und überhaupt: das Treffen heute, darf auf keinen Fall das letzte gewesen sein.

Soviel ist schon mal klar!

  

Sommerwinter-Rezensionen:

Alt werden ist schön, alt sein mitunter noch schöner
Eine leichte, locker geschriebene und erfrischend humorvolle Lektüre mit einer liebenswerten Rentnertruppe, von denen ein jeder über ein junggebliebenes Herz zu verfügen scheint. Nicht nur für Sommerwinter auf Lanzarote und anderen Sonneninseln geeignet, auch für ganz normale Sommer in heimatlichen Gefilden.
Gabriele Reiß, Juli 2020

 


Als ich dieses Buch in die Hand bekam, da musste ich beim Aufschlagen schon das erste Mal schmunzeln:-) Nämlich bei den Namen, eine Protagonistin heißt Fedelinde:-) Ich musste sogleich an Federweißer denken und ob ihre Eltern wohl den gleichen bei der Zeugung getrunken hatten?:-) Nein im Ernst, es fing gleich richtig gut an. Der Autor stellt als erstes alle seine Protagonisten vor, was ich richtig gut gelungen finde, da man eine genaue Vorstellung als Leser bekommt von den einzelnen Personen, deren Alter und Gebrechen:-) Gemeinsam wohnen Fedelinde & Erwin, Maria & Rolli, Heinz und Dieter in einer Alten-WG in Castrop Rauxel in einem großen Haus. Sie verstehen sich unglaublich gut und machen alles miteinander und sind immer füreinander da! Alle, außer Heinz verbringen jedes Jahr die Winterzeit auf Lanzarote, um dem kalten und ungemütlichen Wetter in Deutschland zu entgehen und um viele Bekannte, die ebenfalls dort "überwintern" zu treffen. Heinz hat leider Flugangst, allerdings rundet Rolli bald und wird 70 und dazu noch auf Lanzarote. Heinz hat keine Chance und muss einfliegen:-)! 

Dieser Roman ist wirklich zum schießen, man kann so oft herzhaft lachen und die alten "Leutchen" beschmunzeln. Es werden viele Details auf Lanzarote erzählt und die 6 Rentner sind wirklich für jeden Spaß zu haben. Es ist so typisch "Touri´s" im Urlaub, der hier jedes Jahr zwar länger dauert, aber es ist so erfrischend erzählt, das man ein Gefühl vom Rentner Leben auf einer spanischen Insel bekommt. Es ist genauso erzählt, wie es tatsächlich ist und das macht das ganze herrlich entspannend, man darf abschalten und der Leser taucht hier in eine Welt ein und vergisst alles um sich herum. Es ist spannend und witzig, absolut einmalig und, ich bin sicher, aus "nächster Nähe" geschrieben, als ob der Autor hier alles selbst erlebt hätte:-) Typisch Ruhrpottler on Tour:-) Alle Sehenswürdigkeiten müssen Heinz nahe gebracht werden und die Erzählungen sind einfach herrlich! Als Weihnachten naht, kommt hier so gar keine Stimmung dafür auf, unsere 6 Rentner wollen einfach nur abschalten, allerdings geht es nicht ohne Kartoffelsalat und Würstchen und Helene Fischer ist genauso ein Muss*lach*, so widersprüchlich und doch so normal. 

Durch den leichten Schreibstil kommt der Leser sehr schnell in die Geschichte hinein und ist ganz schnell mitten drin! Herrlich einfach und gut zu lesen, eine tolle Idee bei einer Rentner-WG beim überwintern auf Lanzarote hinter die Kulissen zu schauen! Ein Buch das man einfach lesen muss, ich hatte so viel Spaß dabei und meine Nachbarn dachten sicherlich das eine oder andere Mal, was ist da bloß im Garten los:-) Gefragt hat keiner, erzählt habe ich es trotzdem:-) Dieses Buch bekommt 5 von 5 Sternen von mir, da es unbedingt ganz viele Leser bekommen muss, es ist tatsächlich etwas für jedermann, für den Strand, den Garten oder einfach auch für zwischendurch, man kann abschalten, dem Alltagstrott entfliehen und es geht einem tierisch gut dabei!!! 

Ganz klare Leseempfehlung und ein tolles Geschenk!!! Vielen Dank an dieser Stelle an den Autoren, das er so ein wunderbares Werk geschaffen hat! Hier waren sicherlich viele Recherchen und Besuche der einzelnen Touristen-Orte nötig, um an solch detaillierte Hintergrundinformationen zu kommen. Mit Bravour auch das Cover passend zur Geschichte, vollkommen in Einklang gebracht! Alleine das Cover macht schon Lust auf die Geschichte!

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                                                                        Jürgen Moers

                                    "Geblödelte Werke"

                                 "Begebenheiten aus dem prallen Leben..."

                                   Band 1 und Band 2                                             

 

                                                                Nur als e-book erhältlich bei 

                                     https://www.epubli.de/suche?q=moers

 

 

 

Zwei Beispiele aus Band 1:

  

Als Walter Roggemann    am Bahnhof sein dort abgestelltes Qualitätsfahrrad  wieder besteigen  wollte,  stellte  er   mit Genugtuung fest,  dass es damals wirklich sinnvoll  gewesen  war, auch gleich das teuere Qualitätsfahrradschloss mitzuerwerben.

 

Manchmal erinnerte der grünweiß gestreifte Lappen in der Küche Susann Palmkowski an die vielen bunten Abende im Kreise ihrer Lieben, bei denen Onkel Hubert beim Zirkusspiel immer als Kamel aufgetreten war.